Atuabo – Sassandra
11.613 KM
18.12. 2025 - 12.01. 2026
Nachtrag Organic Beach
Donnerstag 18. Dezember 2025 – Donnerstag 01. Jänner 2026
Ich habe noch nie solange am Stück reinen Strandurlaub gemacht, wäre mir sicher langweilig geworden ohne Mitzi. Ihre Wasserzeiten strukturieren meinen Tagesablauf. Stehe so um 8 Uhr auf, nach ihrem Morgengassi gibt’s Kaffee bis 9. Dann kommt der Morgenschwumm mit dem Tier bis es um 10 Frühstück gibt. Leiste ich mir täglich, für knapp 3 Euro gibt’s Kräuteromlett mit gedünstem Gemüse oder Salat mit Toast und Obst. Seit ich mir zu Weihnachten Kuchen gewünscht habe gibt’s seitdem noch Kuchen dazu.
Danach wird kurz Haushalt erledigt. Täglich Wagen aufgeräumt und gefegt, Solarpanel ausgerichtet (mach ich mit der App der Powerstation 3× täglich, ist genial), Wasser nachgefüllt...
Dann noch mal vor Mittag kurzer Mitzischwumm, bis kurz vor 14 Uhr ich Hängematte und Mitzi in ihrer Sandkuhle die sie sich buddelt. Danach wieder Wasser bis spätestens 15 Uhr, die Zeit bis 19 Uhr ist Felltrocknung angesagt.
Die 3 Stunden bis zum Abendessen verbringe ich meist in der Hängematte, wenn ich die Kokosnuss die Selassi regelmäßig vorbeibringt ausgelöffelt habe bekommt sie Mitzi die sie dann zuerst genussvoll ausleckt und dann komplett zerlegt.
Weihnachten war super entspannt, habe mir für Nachmittag Kuchen gewünscht zu dem ich mir Filterkaffee gemacht habe.
Für das Weihnachtsdinner deckt Paul einen Tisch am Strand, statt Tanne gibt’s Palmen.
Am Weihnachtstag lernt Mitzi ein neues Tier kennen.
die Grenze (Bo);
Freitag 02. Jänner 2026
Ausreise Ghana und Einreise Elfenbeinküste waren genauso unkompliziert wie am Hinweg. Schnell, freundlich und keine Korruption.
Wie schon am Hinweg wieder im Drogba Beach Zwischenstopp gemacht. Hab mich die ganze Fahrt bereits auf das Restaurant gefreut und meine Riesenportion Salat bei bester Aussicht genossen.
Mitzi war an diesen Tierchen nur am Anfang interessiert, die gibt’s hier so massig dass sie sie nur noch ignoriert. Keine Ahnung wie die heißen, ich nenn sie Kopfnicker. Wenn sie sich mal nicht bewegen nicken sie mit dem Kopf.
Samstag 03. Jänner
Am Weg nach Jacqueville muss ich sowieso über Abidjan fahren, also decke ich mich bei einem Carrefour mit Käse und Joghurt ein.
In der Ébrié-Lagune liegt das Restaurant Scandinavie. Der Besitzer bietet Overlandern auch Stellplätze an.
Wir haben hier einen Strandabschnitt für uns und einen schattigen Essplatz.
Die Aussicht mal anders als am Meer, statt Palmen gibt’s Pandanus Bäume.
Eigentlich wollte ich hier nur übernachten, da sich Mitzi hier so wohl fühlt bleib ich doch noch einen Tag. Außerdem ist es Süßwasser, und da sie ausgiebig schwimmt gibt das wieder mal etwas Hautpflege.
Und es gibt Kokosnüsse zu kauen.
Währen ich mir ein langweiliges Testspiel gegen Werder anschau chillt sie.
Montag 05. - Dienstag 06. Jänner
In der Nähe von Sassandra liegt das Nanunu Eco Surf Camp. Ziemlich einfach, Plumpsklo und Eimerdusche. Toma ist ein netter Gastgeber und ich stehe wieder mal alleine an einem Traumstrand.
Die Zufahrt ist allerdings ziemlich steil. Runter ging ja, mal schauen wie's rauf wird.
Gehört aber zu den Top Stellplätzen bisher. Neben der Aussicht immer vorteilhaft, wenn das Auto im Schatten und das Solarpanel in der Sonne ist.
Hatte eigentlich geplant länger hier zu stehen. Aber auch wenn's hier wirklich schön ist, die Wellen sind zu stark um schwimmen zu gehen.
Die Reiseplanung orientiert sich immer mehr an Mitzis Bedürfnissen. Ist voll okay, gibt hier wieder ganz feine Kräuter, also genieße ich im Schatten die Aussicht.
Für den Gassigang können wir uns entscheiden zwischen schattigen Palmen oder einen leeren Strand. Gibt auch Wiese hier in der sie sich ausgiebig wälzt.
Am näxten Tag überlege ich bei der Morgenaussicht kurz doch länger zu bleiben, hab aber in der Nähe einen Platz gefunden der an einer Süßwasserlagune liegt und beschließe dort hin zu fahren.
Mittwoch 07. bis Montag 12. Jänner
Die Abfahrt war weniger heftig als befürchtet. Beim Morgengassi nochmal den Weg abgegangen um die Kurven zu checken. Ist zwar ein steiler, enger Feldweg mit 2 Kurven die durchegefahren werden müssen. Aber wenn ich alle 4 Räder am Boden hab funktioniert der Allrad super.
Vor allem wusste ich noch nicht was auf mich zukommt.
Die letzten 7 KM hatten es in sich, eigentlich nur mit Geländewagen zu fahren.
So sieht der gute Teil aus, auch die schlammigen Stellen gingen.
Dann wird’s weniger gut.
Und schließlich richtig Scheiße, in die Rinne sollte man nicht rutschen. Verdränge mal die Rückfahrt, da geht’s dann bergab und meine Bremsen funktionieren nicht besonders gut.
Aber der Platz ist ziemlich nett, bin hier ganz alleine. Andre der Besitzer ist sehr sympathisch, wohnt aber nicht hier. Gibt ein Häuschen mit richtigem Klo, waschen tu ich mich im Fluss. Muss auch für den Platz nix zahlen, sein Sohn kommt zwei mal am Tag mit dem Motorrad und bringt Frühstück und Abendessen, zusammen für 6€.
Auch mit dem Stellplatz bin ich zufrieden.
Der einzige Wermutstropfen ist, dass dieses Tier anscheinend unter meinem Auto wohnt. Hab's erst entdeckt als Mitzi wie verrückt bellt. War am Freitag Nachmittag, bedeutet dass Mitzi die letzten 3 Nächte drin schlafen muss. Mir ist auch nicht so wohl, ein Fischer dem ich das Foto gezeigt hab meinte „dangereux“.
Hab schon aufregendere Plätze gesehen. Genieße es aber gerade sehr alleine zu sein und Mitzi ohne Schleppleine laufen zu lassen.
Das beste hier ist aber das Häuschen im Schatten mit Aussicht und bequemer Liege, nur 3 Schritte vom Wasser. Kann von hier Kokosnüsse werfen und Mitzi jumpt runter.
Und der Hauptgrund einige Tage zu bleiben ist das Tier. Mitzi fühlt sich ziemlich wohl hier. Der erste Schwumm startet schon kurz nach 8 Uhr. Bis halb 3 sind wir bis auf kurze Pausen (Frühstück und die ein oder andere Kräuterzigarette) fast durchgehend im Wasser.
Nach jedem Schwumm wird wieder ordentlich entwässert. Wie immer zuerst vorn, dann hinten, sind sicher einige Kilo die sie dann leichter ist.
Danach in der Sonne trocknen.
Wenn sie nicht im Schatten bei mir im Pavillion liegt genießt sie dss üppige Grün.
Sonntag 11. Jänner
Heute ist unser letzter Tag am Sassandra Fluss. Da uns einige Tage Autofahrt bevorstehen wird der Tag noch üppig im Wasser verbracht. Mitzi würde hier sicher noch länger bleiben, mich beschäftigt allerdings schon wie ich morgen die Piste vom Platz zur Straße schaffe. Der Plan ist wieder im Norden die Grenze naçh Liberia zu überqueren. Soll über Soubre, Dekouke und Man gehen. Dann wieder beiderseits der Grenze Piste, dieses mal der beschissenere Teil zuerst. Hab aus der ersten Überquerung meine Lehren gezogen und werde sicher nicht in der Nacht fahren. Der erste Halt in Liberia ist in den Nimbabergen geplant, dann soll's über Monrovia wieder an die Küste gehen.
Also, das näxte mal gibt's wieder in Liberia was zu lesen. Hoffentlich mit der Info, dass das Auto trotz mangelhafter Bremsen vor allem den morgigen Tag gut übersteht.
Euch noch einen schönen weißen Winter.
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Kommentare
Das ist ja surreal schön! Und ganz alleine, das war sicher traumhaft für dich und Mitzi! Bussi aus dem weißen wien an euch 2