Califourou – Somone
18.314 KM
27. 02. - 25. 03. 2026
die Grenze (Kalifourou),
Freitag 27. Februar
Nach einer Stunde Niemandsland wo Affen in allen Größen (vor allem Paviane, aber auch kleinere graue) über die Straße huschen bin ich in Kalifourou. Pass und Carnet sind in 20 Minuten gestempelt und ich freue mich wieder im Senegal zu sein.
Nach wenigen Kilometer guter Straße will mich das Navi auf eine üble Piste locken, ignoriere ich und fahre weiter. Da es mich immer wieder zurückschicken will frage ich nach 10 KM nach. Tatsächlich, von der Grenze Richtung Hauptstadt gibt’s erstmal 40 KM nervige Wellblechpiste. Hatte ich anders in Erinnerung, oder ist nach 2 Jahren wieder komplett ruiniert. Nach einer guten Stunde geht’s aber dann auf guter Straße zum Zwischenstopp bei Kolda.
Der Stellplatz ist ein Stück weg von der Straße, direkt am Casamance Fluss. Der Gummi der Heckscheiben ist eigentlich schwarz, das Rot ist die Farbe Guineas. Dieser feine Staub hat sich auch innen überall festgesetzt.
Nach einem langen Tag und einem romantischen Abendgassi geht’s mit viel Mückenspray ins Bett.
Samstag 28. Februar
In Ziguinchor angekommen geht’s zuerst zu Auchan. Dort wird ein großer Sack Hundefutter gekauft, für mich fallen auch ein paar Leckerlies ab. Am Weg zum Camping Casamance sehe ich eine Tanke wo Autos gewaschen werden. Als ich wieder einsteige der näxte Schock, auf der Innenseite der neuen Windschutzscheibe ist ein Rinnsal und einige Tropfen. Ich kann es nicht glauben, bin einfach nur fassungslos. Entscheide mich es zu nehmen wie es ist, kanns eh nicht ändern. Am CP tröste ich mich mit Käse, Oliven und gutem Brot. Danach stehe ich gefühlt eine Stunde unter der Dusche um mir den Staub Guineas runter zu waschen.
Sonntag 01. März
Da am Nachmittag St. Pauli gegen Hoffenheim spielt überwinde ich mich gleich nach dem Kaffee dazu das Auto innen zu reinigen. Bis das Spiel beginnt sieht's auch wieder einigermaßen sauber aus.Und dann, was soll ich sagen, Auswärtssieg!!! Gegen das Team der Stunde, bin nur glücklich und vergesse meine Sorgen für den Rest des Tages. Der Klassenerhalt scheint wieder machbar. Das motiviert mich so, dass ich obwohl müde vom Autoputz in der Hitze, noch eine lange Reparaturliste mit der ganzen Werkstattgeschichte aufschreibe und auf französisch übersetze.
Montag 02. März
Bin gleich am Morgen in der Werkstatt wo ich auf den Chef warte der englisch spricht. Nach dem Reparaturauftrag gehe ich mit Rucksack und großer Tasche (alles Mitzizeux) zum Hotel. Im Hotel ist es kein Problem mit Mitzi ein (sehr günstiges) Zimmer zu bekommen. Sauber, mit bequemen Bett und Klimaanlage.
Dienstag 03. März
Die Gegend ist ein Glücksgriff, im Zimmer gibt’s einen Wasserkocher und ich kann mir morgens Kaffee machen. Um's Eck von der Werkstatt und dann auch noch ein Restaurant in der Nähe mit einer Frau die nicht nur englisch spricht sondern mir auch trotz Ramadan täglich Frühstück macht. Da auch ein Copyshop in der Nähe ist beschließe ich den Visaantrag für Mauretanien gleich zu machen. Der ist tatsächlich kurz nach dem Absenden bewilligt und ich kann das Visum noch heute ausdrucken.
Mittwoch 04. März
Was heute in der Werkstatt war hab ich zum Schluss des Beitrages Guinea vorweg genommen. Also morgen noch hier und am Freitag geht’s wieder ans Meer.
Samstag 07. März
Sind gestern in Cap Skirring angekommen. Am CP Le Sénégaulois gab's einen herzlichen Empfang. Als der Besitzer hörte, dass ich aus Hamburg komme begann er sofort von seinem Lieblingsverein zu schwärmen. Dem FC St. Pauli! Er war auch schon am Millerntor, und als er meine Aufkleber am Auto sah war er endgültig verzückt. Fühl mich ausgesprochen wohl hier:).
Außer einem schattigen Stellplatz gibt’s auch eine top ausgestattete Gemeinschaftsküche, mit Kühlschrank.
Beide, Sandrina und Tony gehören zu den herzlichsten GastgeberInnen bisher und sind total bemüht, dass wir und wohl fühlen. Auch die Hängematten werden mir sofort ans Herz gelegt.
Trotzdem ist wie so oft der Platz leer und gehört mir alleine.
Ich steh unter großen Bäumen im Schatten, direkt zwischen Küche und Bad.
Wenn ich den Kopf in den Nacken lege (sowas mach ich manchmmal) seh ich das und versuche die Früchte zu zählen.
Bin etwas verwöhnt von den Stellplätzen direkt am Strand, hier sind's 7- 10 Minuten bis zum Meer. Je nachdem wieviel's für das Tier zum schnüffeln gibt.
Sind dann auch nur 2 Strandgänge am Tag, dafür bleiben wir länger.
Müssen auch mal eine Pause machen weil 2 mal am Tag eine Kuhherde vorbeizieht.
Ich weiß, sind keine Elefanten oder Löwen (Elefanten gibt’s in Westafrika, Löwen schon lang nimma), aber mit Mitzi reichen mir die Kühe. Wollte sich ja nicht nur in Ghana mit einer Kuh anlegen, im Marokko wollte sie auf ein Kamel losgehen.
Und außerdem mag ich die afrikanischen Kühe.
Dann wird im Schatten einer netten Strandbar Kaffe getrunken. Die Bar gehört einem sympatischen Rasta der sich mit den Worten, mein Name ist Bob, wie Marley, vorstellte. Damit waren die Kräutervorräte auch aufgestockt
Das Abendgassi wird verbunden mit einem Einkauf im Dorf, Sandrina die supernette Gastgeberin gibt uns einen Tipp wie wir nicht an der Straße laufen müssen. Wie überall in Afrika mischt sich Natur mit Plastik und Wellblech. Sind einzelne Gebäude ohne jede Zufahrt, gibt nur den schmalen Fußweg auf dem ich unterwegs bin.
Nachdem ich in einem kleinen Supermarkt war musste ich unbedingt noch da rein.
Montag 09. März
Als wir an den Strand kommen liegen dort eine Menge toter Fische rum, kenn ich von anderen Fischerdörfern. Entweder das Netz kaputt oder es passiert was beim reinziehen. So schnell konnte ich gar nicht reagieren war Mitzi weg und hat einen nach dem anderen verspeist. Müssen 4-5 gewesen sein bevor ich sie eingefangen hatte.
Nach ein paar Minuten dann einen fischfreien Strandabschnitt gefunden. Wenn das Tier so glücklich ist kann ich auch nicht lange böse sein.
Nachdem ich noch ein paar Strandfotos gemacht habe geht’s nach Hause, genieße es sehr in einer richtigen Küche zu kochen. Außerdem herscht hier eine sehr angenehme Stimmung. In der Rezeption gibt’s immer Kaffe, und neben Sandrina und Tony sitzen meist 2-3 Leute dort, trinken Kaffee und rauchen so komische lange Zigaretten:).
Dienstag 10. März
Tagsüber ist es noch relativ warm (auch nur noch 26-27°, also 10° kühler als noch vor 2 Wochen), aber in der Nacht kühlt es ziemlich ab, bis auf 19°. Ist dann mit der Decke aus Schottland die ich von meiner zweiten Lieblingstochter bekommen hab sehr kuschelig, trotzdem schlafe ich dann bei geschlossener Tür. Das Tier könnte bei den Temperaturen trotzdem draußen schlafen, da ihr das mit der geschlossenen Tür nicht gefällt pennt sie jetzt auch drin.
Als ich in der Nacht aufs Klo will spür ich, dass meine Füße nass sind, also Licht an. Ich steh mitten in Kotze, der Boden mit meinem Bettvorleger und ihre Matratze sind komplett voll gekotzt. Also Tier, Matratze und den kleinen Teppich raus und ich schlaf erstmal bei offener Tür weiter. Ähnliches hatte ich letztes Mal auch, der Beitrag hieß Ratten, Ruhr und Riot. Nachzulesen hier.
Am Morgen seh ich, dass die Kotze in die Schiebetürführung rein ist und das Tier ebenfalls voll Kotze.
Meine Gastgeberin versorgt mich mit Eimer, Bürste, Zitronenseife und 2 großen Gießkannen. Also Mitzibett + Teppich geschruppt und x mal gespült (war nach 4 Stunden trocken). Dann den Wagen raus gewaschen und versucht alles aus der Schiebetürführung zu kratzen. Hab irgendwann mal vom Tierarzt so Probepackungen Hundeshampoo mitgenommen, heute das erste mal benützt. Ging mit den Gießkannen ganz gut. Mitzi hat alles über sich ergehen lassen. Jetzt riecht sie nach Orange und der Wagen nach Zitrone.
Während ich mich beim putzen verausgabte lag Mitzi ziemlich apathisch rum. Hab mir auch Sorgen gemacht weil sich alles mögliche Getier nähern konnte ohne dass sie einen Laut von sich gab.
Selbst als die Hühner aus ihrem Napf tranken hat sie nicht reagiert, auch die Schweinebande konnte sich gefahrlos innerhalb der Leinenreichweite begeben.
War dann richtig erleichtert, als sie am Nachmittag wieder alle anwuffte die vorbei kamen. Mal schauen, heute Abend gibt’s für mich Kartoffel, werden ein paar für sie abfallen.
Freitag 13. März
Dienstag und Mittwoch ging's Mitzi richtig beschissen, nix gefressen und für ihre Verhältnisse ziemlich apathisch. Wär's ihr am Donnerstag nicht besser gegangen hätt ich wieder einen Tierarzt finden müssen. Hab sie dann Mittwoch und gestern bekocht. Gab Reis, Hühnchen (super teuer, hatte die Wahl zwischen extra für mich geschlachtet mit zusehen, oder Tiefkühl), Karotten und dann hab ich ihr noch Hüttenkäse um 5€ dazu spendiert. Heute dann wieder alles fein, springt in die Wellen wie immer. Würde trotzdem nicht darauf wetten, dass sie das näxte mal nicht wieder gammeligen Fisch frisst wenn sie welchen findet.
Sonntag 15. März
Sind gestern in Diembering angekommen, ein extrem nettes Dorf und ein kilometerlanger wilder Strand, komplett Menschenleer. Bin vor 2 Jahren direkt am Strand gestanden (siehe hier), war traumhaft. Hab mich auf der Hinfahrt aber komplett im Sand festgefahren. Bin nur dank meiner super netten Begleitung aus Berlin mit ihrer Feuerwehr (liebe Grüße an Birgit und Peter) wieder rausgekommen. Hab mich also dieses mal für einen Campingplatz entschieden. Das Campement la Casa war auch ganz nett, bin dann aber am Abend in ein Irish Pub direkt ums Eck essen gegangen.
Extrem lecker, Eddi hat einen riesigen Garten in dem er Gemüse anbaut. Und Eddi ist extrem sympathisch (ist wirklich Ire), also hab ich beschlossen vor seiner Bar zu stehen. Er meinte ich kann Klo und Dusche auch so gratis benutzen, da ich für ein riesiges Frühstück und leckeres Abendessen genau soviel zahl wie für den CP davor, genieße ich gern die Kochkünste seiner Frau. Gestern gab's einen super leckeren Salat (schwierig in ganz Afrika), Garnelen und wirklich gute Chips.
Der SP ist nicht so der Wahnsinn, aber wir sind entweder unterwegs oder sitzen in Eddis gemütlichen Garten. Außerdem versteht sich sein Hund gut mit Mitzi.
Waren heute im Dorf frühstücken, um 10 Uhr ging's in dieser Bar schon richtig ab. Nicht nur der übliche süßliche Geruch der einem in der Casamance häufiger begegnet. Waren auch schon hart am Rum süffeln. Die Hauptethnie in der Casamance sind die Diola, und die haben mehrheitlich einen animistischen Glauben. Der Hauptgrund ist aber wahrscheinlich, dass es hier viele Künstler gibt. Hauptsächlich Musiker, Metzo Djatah kommt zum Beispiel aus Diembering, höre hier. Aber auch bekannte bildende Künstler. Ich finde die Casamance, speziell Diembering absolut besuchenswert.
In der Mitte des Platzes steht ein riesiger Kapokbaum, musste ein ziemliches Stück zurückgehen um ihn ganz drauf zu haben. Am Fuß des Baumes wird aller möglicher Kram verkauft. Aber nicht Turizeux (obwohl dieser Ort ziemlich bekannt ist gibt’s hier auch kaum Touristen), eher Second Hand Krams.
Beim Nachmittagsgassi dann einen echt coolen, kleinen Kapokwald gefunden. Genieße die Aussicht von unserem Rastplatz sehr, könnte ewig auf die lustigen Stammformen gucken. Als Mitzi unruhig wird seh ich, dass eine Schweinebande an uns vorbeizieht.
Die Stammausläufer sehen nicht nur witzig aus, sie sind auch riesig.
Ganz unten haben sie ziemlich spitze Stacheln.
Unter den Bäumen gab's eine Menge Stengel mit einer Knospe oben, so sieht sie geschlossenen aus.
Und das sind die Früchte wenn sie offen sind. Konnte nicht rausfinden was das ist. Okay, die Fotos haben nicht die beste Qualität. Vielleicht weiß trotzdem jemand was das ist, Kapokbaumsämlinge? Wer's weiß, in die Kommentare.
Montag 16. März
Sind nur 5 Minuten zum Strand, deshalb außer Dorf und Gassierkundungen natürlich täglich Mitzischwumm. Mir ist es schon zu kalt zum schwimmen, hat jetzt tagsüber nur noch so 24°.
Der Weg zum Strand ist ziemlich entspannt, da der Strand auch Menschenleer ist kann Mitzi ohne Leine laufen.
Ist zwar nur ein schmaler Sandweg, aber irgendwer dachte, dass man da ein Restaurant hinbauen kann. Eine der vielen unvollendeten Baustellen die mir in Afrika regelmäßig auffallen.
Wär schon interessant im Oktober hier zu sein, wenn der Strand voll ist mit Schildkröten die hierher kommen zur Eiablage, aber mit Mitzi nicht zu machen.
Das Tier kann's kaum noch erwarten, posiert aber routiniert für's Foto.
Hab schon ihm Dorf gehört, dass es eine Flut gab und es nicht mehr so aussieht wie vor 2 Jahren. Gleich zu Beginn ein entwurzelter Baum. Das Bild der Baumleichen war heftig, das Rohr das aus dem Sand ragt könnte auch von einem Schiff sein.
Der Strand ist trotzdem ein Traum, wild, endlos, sauber und Menschenleer. Außer ein paar Fischerbooten gibt’s hier nix.
Und die Flut hat den Bäumen ein lustiges grünes Mäntelchen verpasst.
Aber vor allem für Mitzi ist der Strand genial, auch für mich ist es entspannter ohne Leine. Ist wieder ganz die alte, Fischvergiftung offensichtlich gut überstanden. Sie ist so auf's Wasser und ihren Stock fixiert, dass nicht mal der Welpe angewufft wird.
Warum es unmöglich ist den Wagen sauber zu halten sieht man hier.
Morgen geht’s wieder nach Cap Skirring, hätte es schon länger ausgehalten hier. Aber Tony meinte, dass er einen Ersatzteil bekommen hat und der soll morgen eingebaut werden. Am Donnerstag wieder Ziguinchor, dort wird die Scheibe repariert und der neue Ersatzreifen ist dann hoffentlich auch da.
Freitag 20.März
Scheibe wurde repariert, Reifen hat er verpeilt. Hab gesehen, dass er er vor 2 Wochen ein Foto gemacht von der Dimension. Als ich mich vor 2 Tagen ankündigte fragte er mich nach der Größe, jetzt hat er's in 2 Tagen nicht hinbekommen den zu organisieren. Drauf geschissen, dann halt die näxten 10.000 KM keine Reifenpanne.
Auf jeden Fall geht’s heute Richtung Grenze zu Mali.
Samstag 21. März
Ab Tambacounda werden die nicht so hübschen Häuser mit Wellblechdächern von strohgedeckten Hütten abgelöst. Hab mal in Kedougou ein paar Tage in so einem Lehmbau geschlafen, viel kühler und angenehmer als die Beton/Blech Häuser.
Die Fahrt durch den Nikolo Koba Nationalpark ist wie letztes mal sehr entspannt, perfekte Straße und in insgesamt 4 Stunden kein einziges Auto.
Wildwechsel Warntafeln wechseln sich mit diesen Schildern ab. Hab aber weder Antilopen oder Raubkatzen gesehen.
Diese hier sind mir letzes mal öfter über die Straße gelaufen.
Und da waren sie wieder, zuerst zeigen sie mir nur das Hinterteil. Dann versperren sie mir den Weg und wollen schnorren.
Hab in der Casamance abends schon etwas gefroren. Jetzt merke ich mit jedem Kilometer Richtung Osten wie es wärmer wird. Als wir im Campement Chez Madame ankommen, einem Platz direkt am Gambia Fluss, hat's 39°. Es liegt wirklich schön, die blöde Nachricht schwimmen geht nicht. Gibt Krokodile. Sag Omar, dass ich nicht unbedingt schwimmen muss, aber das Tier Abkühlung braucht. Als er mich fragt wieviel sie mir bedeudet ist klar, dass wird nix mit Mitzischwumm.
Für mich gibt’s einen Pool den ich ausgiebieg nutze, allerdings mit etwas schlechtem Gewissen wegen Mitzi. Sie liegt zwar im Schatten aber ihr ist die Hitze anzumerken. Also stell ich sie alle 20 Minuten unter die Dusche. Beim ersten mal war's ihr zu Beginn noch etwas suspekt, dann ist sie schon drinn gestanden wenn ich in Richtung Dusche gegangen bin. Mitzi kann schwimmen, surfen, tauchen! und duschen. Wasser ist echt ihr Ding.
Der Platz ist ziemlich schön und wie so oft sind wir ganz alleine hier. Man kann angenehm entspannen und hat beim Abendessen eine ziemlich coole Aussicht.
Und der Sonnenuntergang ist einer der schönsten bisher.
Sonntag 22. März
Die Nacht war heftig, unter 34° war nix und Mitzi kann nicht schwimmen. Also die geplanten 4 Tage auf 2 verkürzt und gleich nach dem Kaffe los gefahren. Soll ins Delta de Saloum gehen. Da das in einem Tag nicht zu schaffen ist plane ich einen Zwischenstopp im Campement de Wassadou ein.
Der Stellplatz ist im Schatten unter einem riesigen Kapokbaum, leider trotzdem extrem heiß. Und dieses mal sind's die Flusspferde warum man nicht ins Wasser kann.
Der Platz liegt ebenfalls am Gambia River, hier wohnen aber auch Leute.
Aber der schönste Sitzplatz nutzt nix wenn's unerträglich heiß ist.
Der Stellplatz lag zwar angenehm im Schatten, hatte aber auch Bewohner die extrem neugierig waren.
Als sie dann begonnen haben wild rumzuturnen ist mein Tier endgültig ausgerastet und wollte unbedingt den Baum hoch. Fanden die Tierchen gar nicht lustig.
Montag 23. März
Heute geht’s ins Delta de Saloum. Die Landschaft ist schon reizvoll, weitläufige Savanne ringsum. Ein cooler Ort für's Abengassi.
Da aber der Mitzischwumm Priorität hat, und egal wie weit wir reingehen es wird maximal knietief, wird’s morgen weitergehen.
Überlege noch kurz wegen den Nashornvögel hierzubleiben. Da müsste ich aber ziemlich früh aufstehen, grad gar keinen Bock. Also geht’s morgen nach La Somone an die Küste, etwas südlich von Dakar.
Mittwoch 25. März
Der Tag gestern hat extrem beschissen begonnen, zuerst verirre ich mich im Delta und der Sand wird immer weicher. Richtig nervig wird’s aber auf der Fahrt nach Somone. Ich fahre schon ewig hinter einem LKW nach. Ist nicht das Tempo was nervt, Es kommen dicke Schwaden schwarzer Rauch aus seinem Auspuff. Vergrößere immer wieder den Abstand weil ich nix sehe (und nicht die besten Bremsen habe), was die Auto hinter mir sichtlich nervt. Dann endlich, lange Gerade und kein Gegenverkehr. Also überhol ich, wie alle Autos hinter mir. Direkt dahinter stehen 3 Polizisten mit Motorräder und halten mich auf. Ich habe gefährlich überholt und eine Sperrlinie überfahren. Erläre ihnen, lange Gerade, kein Gegenverkehr und gute Sicht. Er zeigt auf eine verblasste, kaum Sichtbare Sperrlinie und erklärt mir, dass mein Auto beschlagnahmt ist und ich eine Gerichtsverhandlung abwarten muss. Sag ihm, dass ich ihm die Schlüssel nicht gebe und frage wie hoch die Strafe ist. Als er 500.000 CFA sagt (fast 800€) beginn ich zu lachen. Der Typ meint es Ernst und will den Schlüssel abziehen. Als er die Tür aufmacht und reinfassen will gibt’s ein lautes Wuff und er schlägt panisch die Tür wieder zu und fragt mich wieviel ich bereit bin zu zahlen. Nach 20 Minuten einigen wir uns auf 20.000CFA (30€) und als ich auf eine Quittung bestehe und ihm das Geld vorher nicht gebe ist er richtig schlecht gelaunt. Schon okay so, bin ich auch. Und Mitzi bekommt die letzten Leckerlies die ich mithabe und ein großes Dankeschön.
Die Laune ändert sich schnell als ich im schlafenden Kamel in Somone ankomme. Netter Besitzer und nette Overlander die hier sind. Als erstes geht’s in die Dusche. Wieder mal Open Air, diesmal mit Baum drinnen.
Der Strand ist hier auch nur einige Minuten entfernt. Das einzige Problem ist, dass uns immer wieder diese Tiere entgegenkommen und Mitzi null Respekt vor diesen Hörner hat.
Erstelle deine eigene Website mit Webador