die Grenze (Noe)
Die letzten 140 KM bis zur Grenze rechts und links der Straße gigantische Palmölplantagen.
Hatte mich am Morgen beim Duschen gehen aus dem Auto ausgesperrt. Keine Ahnung warum der Schnapper der Schiebetür auf zu war, auf jeden Fall war ich ziemlich frustriert. Hatte um 8 Uhr schon 31 Grad und ich wollte eigentlich schon losfahren. Mechaniker kam nach ½ Stunde und 15 Minuten später war die Tür offen. Oben mit Schraubenzieher die Tür aufgehebelt, Draht mit Haken durchgefummelt, und sobald er beim Verriegelungsknopf eingehakt hatte mit einem Ruck dran gezogen. Wird mir nicht mehr passieren, mit Mitzi davor kann ich den Wagen komplett offen haben und muss mir keine Sorgen machen.
Bei der Ausreise aus der Elfenbeinküste stieg meine Laune bereits wieder. Super freundlich und professionell, und sobald klar war, dass ich deutsch spreche hatte ich einen Uniformierten zur Seite der mich ratzfatz durch alle Stationen begleitete. Er freute sich, seine Deutschkenntnisse anwenden zu können. In der Elfenbeinküste gibt’s anscheinend in der Schule als Fremdsprache tatsächlich Deutsch.
Einreise in Ghana hätte auch schnell sein können, wenn's keinen Systemabsturz gegeben hätte. Trotzdem, super freundlich und meine Laune wurde immer besser. Zum einen hatte ich nach knapp 10.000 KM mein Ziel erreicht, und dann fühle ich mich auch in einem englischsprachigen Land irgendwie wohler. Hat nicht nur damit zu tun, dass ich mich besser verständigen kann (auch hier tw heftiger Dialekt), ich komme mit der allgemeinen Stimmung besser zurecht.
Abidjan – Atuabo
9.571 KM
20.11. - 01.12. 2025
Donnerstag 20. November
Als ich auf meinen Stellplatz einbiege wird die Laune immer besser. Beim Organic Beach Camping kann man gratis stehen wenn man das Restaurant nützt. Bei einem Preis von 5,50-6€ für super leckeres Essen ist das leistbarer Luxus. Paul der Besitzer ist extrem freundlich und zuvorkommend, ausserdem kann Mitzi hier ohne Leine rumlaufen. Lasse sie auch in der Nacht draussen schlafen was ihr sichtlich gefällt. Überhaupt scheint sie sich hier total wohl zu fühlen. Neben der traumhaften Aussicht und den Schatten spendenden Kokospalmen, ist es vor allem die Brise die hier Tag und Nacht weht, die für ein super angenehmes Klima sorgt.
Gleich hinter dem Stellplatz ist das Restaurant.
Natürlich mit Meerblick.
Gleich dahinter ist mein Sitz und Liegeplatz.
Freitag 21. November
Das erste was ich nach dem Aufwachen sehe.
Heute ist der erste Weg in die Klinik, wieder mal 2 kleine und eigentlich nur oberflächliche Wunden an der Wade. Heilt seit 2 Wochen nicht zu und beginnt zu schmerzen.
Die Ekabaku Clinic ist nur 3 Minuten von hier entfernt, sollte sich noch als praktisch herausstellen. Komme sofort dran, nach Blutdruck und Fieber messen geht’s gleich zur Ärztin. Wie schon gedacht hab ich eine Wundinfektion, nach der Wundversorgung gibt’s noch Antibiotikum. Dann eröffnet sie mir, dass ich mindestens 1 Woche hierbleiben muss und jeden zweiten Tag zum Verbandwechsel kommen soll. Kein Problem, mir war schon bei der Ankunft klar, dass es mehr als die geplanten 2 Tage werden.
Danach geht sich noch ein Nachmittagsschwumm für das Tier aus.
Das ist mein Sitz und Liegeplatz
Auch von hier ist die Aussicht ziemlich nett.
Der Platz ist voller Kokospalmen.
Sonntag 23. November
Eigentlich war klar wie der Tag laufen sollte. Zuerst in die Klinik zum Verbandwechsel, dann Getränke gekauft um hoffnungsvoll dem Spiel entgegenzufiebern.
Bin bereits gestern mit Kopfschmerzen aufgewacht, blieben bis zum schlafen gehen, und dann richtig schlecht geschlafen. Heute wieder mit Kopfschmerzen aufgewacht. Die Schwester im Krankenhaus schickt mich ins Labor. Ein winziges, schummriges, und nicht allzu sauberes Kämmerchen, in dem ein junger Bursche sitzt. Er entschuldigt sich, dass er mich in den Finger stechen muss. Zuvor holt er aus einem staubigen Karton ein Glasplättchen raus auf dass der Blutstropfen kommt. Da der kleine Tisch ziemlich schmutzig ist legt er das Glasplättchen auf eine Pillendose. Von da fliegts in den Dreck, also von vorne. Nachdem er sichs dann genau unterm Mikroskop angesehen hat ist klar, ich hab Malaria. Er ist supernett und will mir alles genau erklären. Wusste nicht, dass es ein Parasit ist was es mir nicht sympathischer macht. Und als er mir im Mikroskop die Eier zeigen will die für meine Kopfschmerzen verantwortlich sind winke ich dankend ab. Da die Ärztin heute nicht da ist beratschlagen sich die Schwester und der Laborant. Dann bekomme ich ein Medikament mit von dem ich 3 Tage lang jeweils 2 Stück nehmen muss.
Am Freitag gleich nach Ankunft einen jungen Deutschen kennengelernt der seit 2 Jahren zu Fuss unterwegs ist. Hängt hier seit einem Monat fest, weil's hier wunderschön ist und er die Zeit dafür hat. Will zuerst mal bis Südafrika laufen, und dann nach Burundi, Verwandte seines Schwagers besuchen. Nicht nur mit Abstand der sympatischte Mensch, definitiv auch der interessanteste. Da er auch ein angenehmes Mindset hat und es sehr unterhaltsam ist verbringe ich viel Zeit mit ihm. Dass er sich supergut mit Mitzi versteht erweist sich gerade echt als Segen. Eine kurze Klorunde am Morgen schaffe ich gerade noch, Tagsüber geht dann Finn mehrmals mit ihr. Da er auch richtig Lust hat mit ihr zu spielen ist sie bestens versorgt.
Hab kein Fieber, Schmerzen sind mit Tabletten einigermaßen eingedämmt, fühle mich aber ziemlich matt. Ist jetzt nicht so angenehm, aber wenn schon Malaria, dann hier mit Finn der Mitzi mit Aufmerksamkeit versorgt. Muss mich öfter mal in den Wagen legen um mich auszuruhen, stehe aber im Schatten einer Kokospalme und es weht auch eine leichte Brise rein. Wenn ich mir zu sehr leid tue denk ich mir, lieber hier Malaria als Zuhause Grippe.
Die Aussicht von meinem Krankenbett ist definitiv besser als Zuhause.
Selbst der Ausgang des Spiels lässt sich damit leichter ertragen.
Dienstag 25. November
Heute ist wieder Verbandwechsel angesagt. Sowas wie eine Werkskita gibt’s hier nicht, 2 Schwestern haben ein Kleinkind am Rücken und ein etwa 4 jähriger Junge wuselt zwischen mir und der Schwester, vermutlich die Mutter, herum, während die meine Wunden desinfiziert. Hatte die Hoffnung, dass es nach 5 Tagen Antibiotikum besser ist, muss wohl noch 5 Tage mehr als geplant dran hängen. Beim näxten Verbandwechsel am Donnerstag wird dann nochmal ein Malariatest gemacht. Ist auf jeden Fall gut auszuhalten hier, auch das Essen ist extrem gut. Freue mich jetzt schon auf die scharfen Bohnen heute Abend, als Lunch nehm ich meist Chips aus Yamwurzel.
Zutritt verweigert, bevor sich der panierte Hund nicht den Sand ausm Fell schüttelt darf sie nicht rein.
Beim Abendessen bekomme ich dann eine Vorstellung von einem tropischen Sturm. Für wenige Minuten scheint die Welt unterzugehen. Wir sitzen unter einem Dach mit auf 3 Seiten offenen Wänden. Der Wind peitscht den Regen durch die offenen Seiten und es ist unheimlich laut. Wir rücken in die Mitte und Mitzi verkriecht sich unterm Tisch. Nach wenigen Minuten ist der Spuk vorbei. Es regnet hier viel mehr als in Sierra Leone, eigentlich täglich. Tagsüber meist nur kurz und nicht so heftig, am Abend oder in der Nacht kann dann schon ordentlich was ruter kommen. Ist aber ganz gemütlich im Wagen.
Donnerstag 27.11.
Zuerst ins Kranhaus zum Verbandwechsel, diie Schwester ist zufrieden und dann wird mir gleich noch Blut abgezapft für einen Malariatest. Der ist negativ. Auf meine Frage, warum ich mich noch so schlapp fühle heisst es, it's Malaria.
Am Nachmittag reicht die Kraft schon für ein Strandgassi.
So sieht's hinterm Strand aus.
Auch hier fühlt sich Mitzi ziemlich wohl.
Samstag 29.11.
Gestern hats am Nachmittag 3 Stunden geregnet, eigentlich regnet es täglich. Meist nur kurz, danach ist die Luft ziemlich angenehm. Trotzdem warm genug, dass Zeux das draußen liegt (Mitzis Bett zum auslüften, Handtuch) nach 2 Stunden trocken ist. Manchmal gibt’s Abends oder in der Nacht mal ein heftiges aber kurzes Gewitter. Gestern war am Nachmittag 3 Stunden Weltuntergang. Eigentlich ganz gemütlich im Wagen, heftige Regenschauer bei Sonne und angenehme Temperatur drin.
Blöderweise donnert und blitzt es auch wie wild. Mitzi zieht sich in meine Nähe zurück, eigentlich will sie zu mir ins Bett. Ist sie natürlich zu groß für.
Der Tag startet mit dem letzten Krankenhausbesuch. Wundinfektion und Malaria überstanden und einen perfekten Artzbrief mit Rechnung erhalten. Mal schauen wie unkompliziert das mit der Reisekrankenversicherung wird. An den Unterlagen kanns nicht liegen, die sind auf jeden Fall professioneller als der Hygienestandard:). Ich bin aber voll zufrieden und wir verabschieden uns herzlich.
Nachdem ich zurück bin achte ich darauf das Auto nicht unter die Kokosnüsse zu stellen. Die knallen hier regelmäßig aus großer Höhe mit einem riesen Knall runter. Ist mir gestern Nacht aufgefallen, dass die Lüfterhaube direkt unter den Früchten ist. Wär zwar eine Katastrophe, hatte aber im dunklen keine Lust mehr umzuparken.
Als ich Mitzi raus lasse steht plötzlich die da. Total neugierig, kommt immer näher und steht 3 Meter vor der vollkommen verdutzten Mitzi. Dann geht’s Wuff und Mitzi macht einen Satz nach vorne. Die Kuh läuft nicht weg sondern kommt mit gesenktem Kopf auf Mitzi zu. Kann sie gerade noch am Halsband packen und sie wegziehen, die Kuh trottet gemächlich davon.
Beim Strandgassi holt sie sich sofort einen Stock.
Kann aber auch ein Palmwedel sein den sie zerlegt.
Aber eigentlich hat sie ein anderes Lieblingsspielzeug entdeckt, Kokosnüsse. Zuerst müssen sie natürlich gejagt werden.
Manchmal wird sie genüßlich am Strand in ihre Einzelteile zerlegt.
In der Wiese bearbeitet
Dazwischen kann man schon mal eine Wohlfühlwuzzelrunde einlegen.
Oder sich als Unterlage einen Palmwedel aussuchen.
So, langsam zieht's mich weiter. Der Plan ist, mit 2 kurzen Stopps an der Küste zuerst nach Accra. Am Montag soll's losgehen. Neben einem Geschenk für meinen Host und ein paar Einkäufen (Käse und Joghurt wär wieder mal cool) brauch ich leider eine Werkstatt. Die ABS Warnleuchte leuchtet, Google sagt, sofort in die Werkstatt. Mein Don Bosco Mechaniker aus SL sagt, solang das Bremspedal funktioniert kann ich fahren. Gibt kurz nach Accra eine Don Bosco Lehrwerkstätte, bin schon angekündigt. Danach geht’s zu meinem Host in Ada Foah. Gibt dann vermutlich in 7-10 Tagen wieder was zum lesen.
Atuabo – Ada Foah
10.119 KM
30.11. - 08.12. 2025
Nachtrag Atuabo
Sonntag 30. November
Vorletzter Tag, als ich aufwache kein Tier weit und breit. Da ich Finn auch nicht sehe bereite ich entspannt unsere Thermoskanne Filterkaffe zu. Ist seit fast 2 Wochen unsere Morgenroutine, teutschen Filterkaffe unter Palmen. Kurz darauf kommen beide vom Morgenschwumm.
Gibt noch ein Abschiedsselfie von uns.
Selassi kommt sich auch verabschieden und bringt frisch gepflückte Kokosnüsse mit.
3 Kokosnüsse ergeben ca ½ L erfrischendes Kokoswasser. Das und das Fruchtfleisch schmecken wesentlich besser als die heruntergefallenen Kokosnüsse die von den Jungs am Strand gesammelt und verkauft werden.
Montag 01. Dezember
Also, natürlich wusste ich, dass es in Afrika giftige Sorpione und Schlangen gibt. Regel, Schuhe nachts nicht draussen stehen lassen. Den Rest hab ich verdrängt.
Dann beim Morgengassi.
Hab sie nur gesehen weil sie am Sand war. Nebenan ist das Grünland wo Mitzi aufs Klo geht, dort wo ich sie gesehen hab sind gestern Leute gesessen und haben gegessen. Das Reste am Boden lagen weiß ich, weil Mitzi sofort hin wollte. Wahrscheinlich hat die Schlange das auch gerochen. Hab das Foto Paul, dem Küchenpersonal und einem Gast gezeigt. Waren sich alle einig, dass es eine grüne Mamba war. Die Antwort auf die Frage, wie lange ich nach einem Biss Zeit habe bis zum Arzt gab eine kurze Antwort, immediately! Hat mir etwas die Stimmung verdorben, Abendgassi gab's dann zu Mitzis Verwunderung an der Leine am Strand.
Mittwoch 03. Dezember
Gestern am Morgen Paul mit meinen nagelneuen Kabel Starthilfe gegeben. Ging deshalb erst um 10 los. Hatte in Ghana bessere Straßen erwartet, wenn bei einer Strcke von 190 KM das Navi eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 KM/h errechnet klingt das nicht gut. Paul meinte, Road under Construction. So sah es dann aus, der bestens bekannte Mix aus Fetzenasphalt und Piste.
Hatte noch vor Accra einen ziemlich luxuriösen (dementsprechend eigentlich nicht kompatibel mit meiner Reisekasse) Stellplatz gewählt. Nach 2 Wochen Gesprächen mit Finn spreche ich jetzt wieder mit meinem Tier.
Der Stellplatz ist sehr angenehm, tagsüber im Schatten einer Palme mit netter Aussicht vom Sitzplatz.
Runter zum Strand sind's 2 Minuten. Mitzi ist voll zufrieden mit ihrer Bademöglichkeit und die wird heute auch ausgiebig genutzt. Ist auch ein schöner Strand, wieder mal Menschenleer.
Beim Fell trocknen lassen beobachtet sie fasziniert die Eidechse.
Auch der erste Blick nachm Aufwachen macht wieder gute Laune.
Ich glaube ich bin schon etwas verwöhnt von den Plätzen mit Postkartenoptik und nutze ausgiebig den Pool und den schattigen Loungeplatz mit bequemen Liegen und Hängematte.
Außerdem leiste ich mir das Restaurant, gutes Essen, netter Ausblick und schön schattig.
Neben Pool, Restaurant, Swimmingpool und Lounchplatz gibt’s hier noch viele nette Plätze zum sitzen und schauen. Viele Pflanzen und mehrere Wasserbiotope werden hier lebevoll gepflegt.
Donnerstag 04. Dezember
Es hat die ganze Nacht geschüttet, entsprechend sieht die Road under Construction aus. Bei dem Schlamm und Matsch freue ich mich über meinen Allrad. Auch wenns kein Geländewagen ist komme ich besser voran als die meisten. Durch Accra brauche ich wegen Megastau mehr als 2 Stunden. Accra ist die modernste Großstadt durch die ich bisher gefahren bin, alle Ampeln funktionieren und die Straßen sind gut. Trotzdem, Großstädte in Afrika und ich, das wird keine Liebesbeziehung mehr. Eine Regel die anscheinend für alle afrikanischen Länder gilt ist, je dicker die Karre um so rücksichtsloser.
Die Shopping Mall ist ein Reinfall, auf deren HP wirkte das anders. Im einzigen Klamottenladen finde ich genau 1 T-Shirt in der Größe für meinen Host. Egal, wird gekauft. Ziemlich enttäuscht bin ich vom Supermarkt, kein Käse und kein Joghurt. Dafür bekomme ich Nassfutter (doppelt so teuer wie bei uns) um Mitzi die Wurmpropylaxe unterzumischen. Wenigstens gibt’s einen ATM und ich kann Geld für die Werkstatt morgen abheben. AC gibt’s in der ganzen Mall nicht, also schlinge ich meinen überteuerten Salat in einer stickigen Halle runter um schnell wieder beim Tier in meinem schön gekühlten Auto zu sein.
Eine knappe Stunde später bin ich im botanischen Garten von Aburi, knapp nach Accra. Der Eintritt kostet 1,5€, dafür kann ich hier übernachten und hab sogar ein richtiges Klo. Der Vorteil des Gartens ist, dass es viel Schatten gibt. Mitzi ist vom Waldgassi begeistert, komme nur kaum voran weil sie alle 10 Meter was zu riechen hat.
Mir gefällts auch, fotografieren mit Handy ist allerdings nicht ganz einfach.
Die Urwaldriesen bring ich gar nicht drauf und es ist ziemlich dunkel. Die krieg ich drauf.
Nach der Begegnung mit der grünen Mamba darf Mitzi nicht ins Dickicht.
Es gibt eine kleine Baumschule.
Da gibt’s etwas Farbe im Baum.
Blüten gibt’s sonst keine, aber Blätter in allen Farben.
Dieser Riese wurde von Schmarotzer ermordet.
Da komplett hohl, auch innen total überwuchert.
Zwillingspalme?
Totholz kreativ genutzt.
Freitag 05. Dezember
Geht bereits um 6 Uhr los, hoffe so Accra schneller durchfahren zu können. Wäre schön gewesen, knapp 3 Stunden nur für die Stadt. Gibt eine Menge Ampeln, Schilder und Markierungen. Mehr als in jeder anderen Stadt, halten tut sich trotzdem keiner dran. Bin müde und dass bei 3 Spuren immer zwischen 4 und 5 Autos nebeneinander fahren stresst mich so früh am Morgen. Kurz vor der Stadtausfahrt werde ich von einer schlecht gelaunten Polizistin angehalten. Sie herscht mich an, dass sie heute Geburtstag hat und ich ihr ein Geschenk machen soll. Mir reicht's und ich teile ihr mit, dass sie das Gesetz vertritt und Korruption gegen das Gesetz ist. Läuft wutschnaubend mit meinem Führerschein zu ihrem Vorgesetzten. Der kommt zu mir um mir zu sagen, dass der hier ungültig ist weil ich einen internationalen brauch. Hat sogar recht. Bei der letzten Reise hatte ich einen, wurde nie verlangt deshalb hab ich mir's dieses mal gespart. Sag ihm, dass bisher immer mein deutscher gereicht hat, verabschiede mich höflich und fahre weg. Ist noch nie was gekommen, ist ihnen sicher zu viel Schreibkram.
Dann nochmal eineinhalb Stunden Piste, der Unterschied zu anderen Ländern ist, hier wird wirklich am Straßenbau gearbeitet. Nächster Halt ist die Don Bosco Werkstatt in Tema. Obwohl heute Feiertag ist gelingt es dem Mechaniker neue Bremsbeläge zu organisieren, auch das ist Afrika. In der Zeit geh ich ins Einkaufszentrum und krieg das erste mal mit, dass Advent ist. Etwas seltsam bei dieser Hitze Weihnachtsmusik zu hören.
3 Stunden später geht’s weiter und um 17 Uhr bin ich beim Treffpunkt mit meinem Host. Treffpunkt ist Pappy's Pub & Gallery, da gleich gegenüber ein langer Strand ist gibt’s erstmal eine ausgedehnte Hunderunde.
Dort treffe ich einen Ghanaer auf Heimatbesuch der seit 30 Jahren in Schottland lebt. Da sich mein Host ordentlich verspätet freue ich mich über das interessante Gespräch.
Seine erwachsene Tochter ist voll hin und weg von Mitzi und macht eine Menge Fotos von uns.
Als Kofi kommt ist es bereits dunkel. Ich fahre seinem Hilux hinterher zu seinem Haus. Seine Frau betreibt dort ein Restaurant, nach dem Essen bringt er mich zu meinem Hotel. Blitzsauber mit funktionierendem Bad und, Klimaanlage. Nach dem Abendgassi komme ich in ein wohltempariertes Zimmer, und das für ca. 15 Euro.
Samstag 06. Dezember
Eigentlich ist Hotel im Reisebudget nicht vorgesehen, beschließe trotzdem bis Dienstag zu bleiben. Hatte eigentlich vor, heute mit Mitzi nach Treasure Island zu fahren. Ist gecancelt, erstens will ich mich etwas erholen und außerdem steht ne Menge Kram an. Nachdem ich das Auto innen gereinigt hab und Wasser aufgefüllt ist räum ich einiges Zeux in mein Zimmer. Dann wird gerechnet und geplant während ich die 20 Grad der Klimaanlage genieße. Mitzi ist glaub ich etwas langweilig, aber da es draußen brütend heiß ist beschließe ich, dass ihr ein Ruhetag auch gut tut. Außerdem gibt’s morgen einen Ausflug mit Kofi ans Wasser.
Und der Hof des Guesthous ist ziemlich nett. Hinter der Palme geht’s zu den Zimmern.
Im Hof stehen 2 große Mangobäume.
Die ersten Mangos sind bald reif.
Die untere könnte ich bis Dienstag pflücken.
Sonntag 07. Dezember
Eigentlich hatte ich mit Kofi vereibart, dass er mich um 10 abholt um einen Ausflug zu machen. Hat mir dann gestern geschrieben, dass er doch erst am Nachmittag Zeit hat. Aber er schickt mir einen Freund der mich begleitet und um 11 abholt, typisch für Afrika. 10 Minuten nach 11 (das ist superpünktlich) kommt Harry, ein junger Grundschullehrer. Er arbeitet auf einer der Inseln im Voltafluss. Muss jeden Tag mit dem Boot zur Arbeit, ist in der Regenzeit nicht ganz ungefährlich. Wir fahren gemeinsam zum Hafen, der Ort an den wir wollen ist nur mit Geländewagen oder Boot erreichbar.
Der Anlegeplatz für das Boot ist ein schmaler Streifen zwischen Fischerbooten.
Nach dem gestrigen Ruhetag ist Mitzi nicht mehr zu halten und nutzt die Wartezeit bis unser Boot kommt mit einem ausgiebigen Schwumm.
Der Blick heißt, muss ich wirklich raus.
Und sie kann mit ihren knapp 10 Jahren ziemlich trotzig sein.
Dann begnügt sie sich doch mit einer Kokosnuss am Strand.
Für ihre erste Bootsfahrt (sie hat schon mal 3 Tage auf einem Floss verbracht, aber mit wesentlich mehr Platz und weniger Geschaukel) war sie ziemlich entspannt.
Gleich nach einem räudigen Wrack kommt ein schöner Strand.
So sieht der Strand aus bis wir am Ziel sind. Hier haben Boote religiöse Aufschriften wie ich es schon von vielen Autos kenne. Überhaupt haben in Ghana Missionare ganze Arbeit geleistet. Geht mir ein bisschen auf die Nerven diese Überpräsenz. Da in Afrika (ja, ich mein in allen Ländern in denen ich war) sowieso alles 3 mal so laut ist, gibt’s hier zusätzlich zu der Lautstärke ständig, völlig überdrehte Predigten. Oft im Duett, mit sich überschlagenden Stimmen. Im Radio im Hof meines Hotels (die müssen schwerhörig sein, bei mir verursacht das Kopfschmerzen), aber auch auf der Straße, aus Lautsprechern an Masten.
So, etwas abgedriftet. Wollte euch eigentlich das Boot zeigen.
Neben teuren Häusern gibt' kleine Dörfer.
Und viel schöne Natur.
Unser Ausflug führt uns an die Stelle wo der Voltafluss ins Meer fließt. Das heißt, sie ist heute den ganzen Tag im Süßwasser geschwommen. Sehr praktisch für ihre Hautpflege, das letzte mal ausgiebig geduscht hab ich sie im Senegal. Gab einfach zu wenig Wasser unterwegs.
Die freigelegten Palmwurzeln sind eine Folge der starken Küstenerosion.
Diese Hütten kann man mieten, allerdings ohne Bad und Klimaanlage. Für das gleiche Geld gönne ich mir für ein paar Tage den Luxus.
Hinter dem Hügel ist das Meer, allerdings viel zu gefährlich zum schwimmen wegen der starken Strömung.
Der Blick vom Meer zur Insel an der rechts uns links davon der Voltafluss hier ins Meer mündet.
Am Ende der Wanderung geht’s noch ins Restaurant, dahinter sind auch Hütten zu vermieten. Und davor gibt’s einen Traumstrand.
Montag 08. Dezember
Hab ja am Samstag rumgeplant und das Budget kontrolliert, morgen soll's weitergehen. Zuerst Richtung Norden an die Grenze zu Togo zu den Wli Wasserfällen, dann zum Voltastausee und die Küste entlang wieder zurück zum Organic Beach Resort wo's dann wieder was zu lesen gibt von uns. Da habe ich vor die Weihnachtsfeiertage, und vor allem einen ganz stillen Sylvesterabend zu verbringen.
Adah Foah – Atuabo
10.921 KM
09.12. - 18.12. 2025
Dienstag 09. Dezember
Fahre mit leichten Kopfschmerzen los (Klimaanlage?), und bin daher nicht besonders gut gelaunt. Das Ziel sind die Wli Wasserfälle in den Bergen. Die Fahrt verläuft ereignislos, 3 mal angehalten worden aber nur gefragt wo ich hinwill, keine Papiere gezeigt.
Dann wird die Laune noch schlechter. Bremsen wurden vor ein paar Tagen gemacht, und jetzt der gleiche Scheiss. Na ja, will mir die Laune nicht verderben lassen und schreib gleich der Werkstatt, dass ich nochmal vorbeikomme.
Bin am fühen Nachmittag da, mein Stellplatz ist schön schattig.
Dann geht’s zum Abendgassi. Über schmale Wege und kleine Lichtungen, bis wir im Wald bei einem verlassenen Häuschen landen.
Wir sind in den Bergen, auf meiner Höhe noch ziemlich grün.
Mittwoch 10. Dezember
Heute geht’s zum Wasserfall. Gibt zwei, den oberen, 4-5 Stunden und anspruchsvoll. Und den unteren mit 45 Minuten Gehzeit, dafür ist er kleiner. Habe mich für die unteren entschieden, anspruchsvoll bei der Hitze und Luftfeuchtigkeit will ich uns beiden nicht zumuten.
Nach 1 Stunde kommt dieses Schild, läßt mich vermuten, dass es sich um afrikanische 45 Minuten handelt.
Hab richtig vermutet, waren 1,5 Stunden. Dafür ging's nur durch den Wald im Schatten.
Geht über einige Brücken, vermutlich der Ablauf des Wasserfalls.
Snacks hängen am Wegrand.
Die ganze Zeit über begleiten uns Schmetterlinge.
Sehe einige Pflanzen die ich bei uns als Zimmerpflanzen kenne.
Beim Wasserfall angekommen hält Mitzi nix mehr und sie ist sofort im Wasser.
Der obere ist sicher beeindruckender, ich finde den auch ganz nett.
Plötzlich erschrecken wir beide weil plötzlich unzählige Flughunde aus einer Spalte fliegen.
Wir bleiben noch eine Stunde und machen uns auf den Rückweg. Da wir bereits um 7 Uhr los sind schon Mittags wieder zurück. Ich beschließe noch heute zum Lake Volta zu fahren, sind zwar nur 130 KM, brauche trotzdem knapp 4 Stunden dafür. Nicht nur weil die Straßen wieder kacke sind, da sich das Bremspedal fast komplett durchdrücken läßt ohne Widerstand fahr ich entsprechend vorsichtig. Klar, Zuhause wäre das Auto in der näxten Werkstatt. Aber in der Gegend gibt es nur African Roadfix, null Vertrauen.
Kommen kurz vor 16 Uhr im Riverside Camp an. Nicht nur Myles begrüßt uns herzlich, auch sein 7 Monate alter Rüde ist sofort in Mitzi verknallt.
Muss zwar Samstag früh hier weg weil Gäste erwartet werden, weiß aber sofort, dass sich die 3 Tage lohnen werden. Beginnt beim Stellplatz der wieder mal im Schatten ist.
Mitzi kann hier auch ohne Leine rumlaufen, da es zum schwimmen zu spät ist darf sie sich mit ihrem neuen Freund vergnügen.
Die Appartements sind auch ziemlich nett, aber nicht meine Preisklasse.
Aber die Dusch darf ich mitbenützen, ist eine Freiluftdusche und gehört mit der Aussicht zu meinen top 3 Duscherlebnissen:).
Donnerstag 11. Dezember
Die Aussicht nach dem Aufwachen ist mal eine andere, aber auch ganz schön.
Aber der absolute Hammer ist das Frühstück. Neben einem Kräuteromlett und gedünstetem Gemüse gibt es nicht nur Ananas und Melone (Myles lebt sehr gesund), es gibt auch eine riesige Karaffe mit leckerem Yoghurt. Dazu Toast, Butter und regionalen Honig. Ananassaft, echten (superguten) Bohnenkaffee, und frische Milch dazu. Für die Milchprodukte muss er extra nach Accra fahren.
Währen des Frühstücks laufen jede Menge Mungos an uns vorbei, sehen ziemlich putzig aus. Myles freut sich aber aus einem anderen Grund darüber. Seit die Mungos hier sind gibt’s weniger Schlangen hier, vor allem die Kobras sind jetzt weg. Mir soll' recht sein, Giftschlangen können einem die Stimmung versauen.
Bis kurz vor 15 Uhr sind wir fast durchgehend im Wasser. Also Mitzi hauptsächlich, mich schreckt das Schild etwas ab.
Es gibt eine Stelle an der man reinspringen kann. Werfe dort den Stock und Mitzi springt mit Riesensatz ab und landet mit Bauchklatscher. Sieht aus als ob es ihr großen Spass macht, sieht aber eine Spur weniger elegant aus als beim Wellenreiten im Meer:).
Mitzi hat seit 2 Jahren grauen Star, ich hab das Gefühl, sie sieht immer schlechter. Werfe jetzt den Stock nicht mehr soweit nachdem sie bei diesem 20 cm vorbeigeschwommen ist. Immer weiter Richtung wirklich starker Strömung. Fehlt noch, dass ich meinen Hund retten muss.
Nach jedem Schwumm muss das Fell ordentlich entwässert werden.
Der Hausherr trinkt zwar, weiter rein traut er sich aber nicht.
Ab 15 Uhr ist Felltrocknung angesagt. Danach darf sie nicht mehr ins Wasser, sonst hab ich ein nasses Tier im Auto. Ist dann meine Hängemattenzeit, auch wenn's etwas dauert bis ich sie raus hab.
Nach kurzer Trotzzeit chillt sie dann neben mir im Schatten.
Ab 17 Uhr ist kochen angesagt, bestes Timing. Mit dem letzten Bissen startet ein heftiges Gewitter. Der blaue Punkt sind wir.
Danach ist chillen angesagt, Mitzi kriegt einen Knochen zur Ablenkung und ich schau noch ein paar Folgen einer Serie.
Freitag 12. Dezember
Da wir die einzigen Gäste sind habe ich einen überdachten Essplatz mit Aussicht für mich alleine.
Die gemütliche Sitzecke nutzen wir zum schnacken.
Myles ist ein ziemlich kluger und sympathischer Mensch. Hat ausser diesen Ort noch andere Projekte. Geht um die Wertschöppfungskette von Kakao, er will in Ghana Schokolade produzieren, von der Plantage über die Röstung bis zur Herstellung. Wir sprechen über Politik in Ghana und gesellschaftliche Unterschiede von Europa zu Afrika. Aber ich denke sein Herzensprojekt ist hier, er ist immer wieder mal am sprühen (natürlich Bio), etwas mit der Machete am schnippeln, oder einpflanzen. Und er engagiert sich für Umweltschutz.
Mittags beginnt Musik von gegenüber zu laufen, gar nicht so schlecht. Tanzbare Mucke aber nicht so schrill. Myles erklärt mir, dass jetzt der Teil des Begräbnisses startet an dem 24 Stunden durchgetanzt wird. Er meinte, dass es in der Nacht laut werden kann.
Die Tage verbringen wir am Wasser, mal anders als am Meer.
Sein Garten ist ziemlich liebevoll gepflegt.
Heute ist unser letzter Tag hier. Das Wochende werden wir auf einem Campingplatz in der Nähe verbringen bevor's am Montag in die Werkstatt nach Tema geht.
Mittwoch 17. Dezember
Da ich erst am Montag in der Werkstatt sein musste, hab ich letztes Wochenende auf einem Campingplatz am Lake Volta verbracht. Nach den Tagen bei Myles stinkt der CP etwas ab, bin aber auch schon ziemlich verwöhnt. Wir waren die einzigen Gäste, Strand und Wiese gehörten uns allein. Dann folgten 2 nicht so angenehme Tage in Tema, heiß und langweilig, vor allem für Mitzi. Die eigentliche Arbeit an den Bremsen dauerte nur 2 Stunden, aber auf das Ersatzteil mussten wir 1,5 Tage warten. Auch weil zuerst ein falsches kam, das zweite auch nicht original, dafür gebraucht und sauteuer. Nach der Testfahrt krieg ich die Info, dass ich mich nicht sorgen soll wenn während der Fahrt die Warnleuchte leuchtet. Ausserdem muss ich pumpen bis das Pedal Widerstand hat, vorrausschauendes Fahren gehört eh zu meinen Talenten. Eigentlich brauch ich noch ein Ersatzteil für die volle Funktionstüchtigkeit der Bremsen. Das krieg ich in Ghana nicht, soll mir aber keine Sorgen machen, bis Sierra Leone funktioniert das wenn ich vorsichtig fahre. Also knapp 3.000 KM vorsichtig fahren, tja mein Bild von Ghana als wohlhabendstes Land Westafrika hat leichte Kratzer. Die beschissensten Straßen nach Guinea, Polizei korrupt wie überall, und keine Ersatzteile.
Egal, freu mich schon auf die Feiertage im Organic Beach.
Gestern Abend noch einen Stellplatz am Strand in Accra gefunden. Reichte noch für ein kurzes Strandgassi, dann Essen, Serie schauen und schlafen gehen.
Hitze, Strand und Weihnachten. Geht für mich immer noch nicht ganz zusammen.
Und heute wieder im Biriwa Beach Resort, war mein erster Zwischenstopp auf dem Weg nach Ada Foah. Pool, Hängematte und Loungebereich. Für Fotos zurück scrollen.
Bin um 13 Uhr angekommen, wär sich noch ein Schwumm für Mitzi ausgegangen, dieses mal bin ich egoistisch. Hab Hunger, mir ist heiß und die Fahrt war anstrengend. Für 140 KM 5 Stunden gebraucht, zu beschissenen Straßen noch ewig Stau und wieder mal Diskussionen mit einem Polizisten. Meinte, ich hätte da nicht wenden dürfen weil ich den Verkehr behindere (kein einziges Auto auf der Gegefahrbahn). Sag ihm, dass ich auf jeden Fall eine Quittung will. Er druckst irgendwas rum mit Wasser für die Kollegen, die angebotene Wasserflasche will er aber nicht. Nachdem klar war, dass er von mir nix kriegt zuckt er mit den Schultern und ich fahre weiter.
Also, große Salatplatte gefuttert und anschließend in den Pool. Es geht Wind und da ich mich nicht abtrockne genieße ich ein leichtes Frösteln. Mitzi kriegt als Entschädigung den letzten Knochen.
Am Abend kommt ein junges Paar aus Deutschland die mit einem VW unterwegs sind. Waren ziemlich aufgelöst, schlafen auch bei offener Schiebstür und wurden letzte Nacht im Schlaf beklaut. Stell ich mir echt beängstigend vor und bin wieder mal dankbar für meinen Bodygard. Mitzi würde schon anschlagen wenn jemand 10m entfernt ist. Sie erzählen auch, dass sie vor ein paar Tagen im Organic Beach Resort waren und Finn noch da war.
Donnerstag 18. Dezember
Hab für die knapp 200KM wieder mal 7 Stunden gebraucht. Die Laune steigt aber um so näher ich zum Organic Beach komme. Bin gespannt ob ich Finn noch treffe. Beim einbiegen seh ich schon sein Zelt und ihn in der Hängematte. Die Wiedersehensfreude ist groß, auch bei Mitzi. Nachdem sie ihn stürmisch begrüßt hat rast sie quer über den Platz zur Küche. Es ist offensichtlich, dass sie sich hier wohlfühlt. Auch das Personal freut sich über unsere Rückkehr. Finn will Samstag früh los, also noch 3 mal Morgenkafferitual. Dann kommt Paul mit seinen Kindern und begrüßt mich überschwenglich. Mit Myles der sympathischste und zuvorkommendste Gastgeber. Wir besprechen das Frühstück für die näxten 2 Wochen, da ich der einzige Gast bin geht er extra für mich einkaufen. Als Weihnachtsessen wünsche ich mir Fisch (wird direkt vor dem Lokal gefischt) und als Nachspeise Kokoskuchen.
Freitag 19. Dezember
Aufgewacht und mal im Liegen 5 Minuten die Aussicht durch die offene Schiebetür genossen. Mitzi ist anscheinend schon mit Finn los also mache ich uns eine Kanne Filterkaffee. Nach Kaffee mit vorzüglicher Kräuterzigarette der erste Schwumm mit Mitzi. Kokosnüsse ausm Meer holen, sich in der Wiese wälzen und dann im Schatten chillen. Mir geht echt das Herz auf wenn ich sehe wie gut es ihr hier geht. Weder das Personal noch Pauls Familie hat Angst vor ihr. Am Nachmittag kommt Pauls Sohn und spielt mit ihr. In der Zeit montiere ich das Solarpaneel und reinige die Kühlbox. Hab leere Flaschen gesammelt die ich mit Wasser fülle und einkühle. Das Trinkwasser ausm Hahn kommt ist zusätzlicher Luxus hier. Der Rest der Kühlbox wird mit dem Vorrat an Süßkram aufgefüllt den ich im Tema gekauft habe.
Am Abend kommt Selassi vorbei der meine Kräutervoräte auffüllt. Ich bin ja ziemlich vorsichtig mit dem Wort Glück, aber meine Gefühlslage würde ich schon mit, ziemlich zufrieden bezeichnen:). Für mich auf jeden Fall der perfekte Ort für die Zeit auf die ich ehrlich gesagt nicht besonders stehe. Und ein ruhiger Sylvesterabend für Mitzi!
Allen die sich auf die Feiertage freuen wünsche ich eine wunderschöne Zeit. Kenne aber auch Menschen die froh sind wenn's vorbei ist (Grüße an Joanna), denen wünsch ich möglichst stressfreie und entspannte Tage!
Von uns gibt’s dann näxtes Jahr wier was zu lesen, dann aus der Elfenbeinküste.
Erstelle deine eigene Website mit Webador